|
There are no translations available.
Eurythmie und Sport
Eurythmie
Wenn der Mensch spricht oder singt, bewegen sich sein Kehlkopf und die Luft, in die er hineinspricht, nach ganz bestimmten Gesetzmäßigkeiten. In der Eurythmie werden diese Bewegungen, die sich für unser Auge unsichtbar vollziehen, mit dem ganzen Körper sichtbar gemacht. Im Unterschied zu gymnastischen, pantomimischen oder tänzerischen Bewegungen, die völlig frei gestaltet werden können, gibt es in der Eurythmie für jeden Laut der Sprache und für jeden Ton eine bestimmte Gebärde.
Wenn die Jugendlichen ein Gedicht oder ein Musikstück eurythmisch interpretieren, entspricht die darin enthaltene Stimmung unter Umständen überhaupt nicht ihrer eigenen Stimmung. Die Heranwachsenden lernen, ihr eigenes Empfinden hinten an zu stellen und sich mit einem gegebenen Kunstwerk auseinander zu setzen. Nicht der eigene Körper wird zur Schau gestellt, sondern er dient als Instrument, um Sprache und Musik plastisch darzustellen.
Eurythmische Formen werden nicht nur mit dem Körper, sondern auch als geometrische Choreographien im ganzen Raum gebildet. Die Schüler erleben dabei, wie viel Wachsamkeit und Rücksichtnahme aufgebracht werden muss, bis eine Form gemeinsam gelingt. Jeder Schüler nimmt wahr, wie er sich selbst und wie seine Mitschüler sich zum Raum und zueinander in Beziehung setzen.
Bei der künstlerischen Aufführung kommt es auf jeden Einzelnen an und der Heranwachsende erfährt, dass „Recht haben“ nicht genügt, wenn eine Form in der Gemeinschaft gestaltet werden soll.
Eurythmie ist ein wesentlicher Bestandteil der Waldorfpädagogik und wird vom Kindergarten an bis in die höchsten Klassen unterrichtet.
> Fotogalerie Eurythmie
Sport
In den unteren Klassen erleben die Kinder im „Spielturnen“ vor allem die Lust an der Bewegung und am freien Spiel. Von der dritten Klasse an dürfen sie ihren Mut und ihre Entschlusskraft erproben, indem sie an Geräten turnen, springen, klettern und hangeln.
Körperbeherrschung und Orientierung im Raum entwickeln sie später in gymnastischen und artistischen Übungen wie Jonglieren, Seiltanzen oder Einradfahren und in der Oberstufe beim Bogenschießen oder Fechten.
In der Zeit, in der die Jugendlichen besonders stark wachsen - wenn sie ihre Gliedmaßen als schwer und schwerfällig empfinden - üben sie sich in Leichtathletik, Schwimmen und Mannschaftsspielen. Sie lernen ihre wachsenden Kräfte mit Fairness einzusetzen.
|