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There are no translations available. EntwicklungsstufenIn den ersten Lebensjahren, bevor das Kind schulreif ist, baut es vor allem seinen Körper auf und lebt ohne Zeitgefühl ganz dem Augenblick hingegeben. Durch seine Sinne verbindet es sich intensiv mit der Welt. Mitempfindend ahmt es seine Mitmenschen nach und entwickelt ein Urvertrauen: Die Welt ist gut - ich lebe gern in ihr. Im Primärschulalter entfalten sich Erinnerung und Gedächtniskraft, Phantasie und Denkvermögen. Waldorflehrerinnen und -lehrer bauen ein von liebevoller Autorität geprägtes Verhältnis zu ihrer Klasse auf. Das Schulkind soll spüren: Durch diese Menschen lerne ich die Welt besser begreifen; es lohnt sich, in ihr zu lernen und zu arbeiten. Das Grundgefühl sagt: Die Welt ist schön. Ab der Pubertät nimmt der junge Mensch Distanz zu seinem Selbst und zur Außenwelt. Er beginnt, "seine" Welten - die äußere wie die innere - als eigenständige Räume zu erleben, die er wie ein Gegenüber kennen lernen, aber auch schützen und bewahren will. In dieser Zeit werden entscheidende Grundlagen gelegt für eigenes Urteilen, für die Fähigkeit konstruktive Kritik auszusprechen aber auch zu ertragen und für die Ausprägung eines jeweils eigenen Standpunktes, der durch das Denken gesichert ist. Dabei kann in Gesprächen und im Umgang mit anderen Menschen dies alles erweitert und korrigiert werden. In dieser Altersstufe möchte die Waldorfschule Interesse am Leben wecken und die Fähigkeit ausbilden, sich Stoffe selbst zu erarbeiten. Die Jugendlichen erfahren: Die Welt ist wahr. Sie ist nicht willkürlich, sondern nach verlässlichen Gesetzen aufgebaut. Der junge Mensch ist ihr nicht ausgeliefert, sondern soll und kann aus eigener Erkenntnis zum freien Mitgestalter werden. |




